• Gemeinsamkeit leben!
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  • Wohldosiert und anspruchsvoll.
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  • Für Einsteiger und Fortgeschrittene.
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Hunde sind die perfekten Trainingspartner - man muss nur loslegen!


»Alter, ich kann nicht mehr!« Schwer atmend, verschwitzt und ziemlich schlecht gelaunt stehe ich im Wald, beuge keuchend den Oberkörper vor um überhaupt Luft zu kriegen, und gestehe meinem Hund „Socke“, was ich sonst niemals jemanden gegenüber eingestehen würde: „Ich bin ein Versager!“ An den mir verordneten Diätplan halte ich mich nicht, im Sportstudio bin ich zwar Mitglied, geh’ aber nicht hin und und „ja, verdammt“, ich bin bewegungsfaul! Socke reagiert prima. Mit aus dem Maul hängender Zunge sieht er mich an, und instinktiv weiß ich genau, was er sagen will: „Schau mich an, ich schwitze auch. Aber zu zweit schaffen wir es. Und ich finde Dich großartig!“

Er ist ein großartiger Trainingspartner: Immer fröhlich, macht keine blöden Sprüche, erspart mir jeden Vorwurf, wenn ich mal wieder eine Pause einlege, und schaut nicht auf die Uhr. Und das beste: Ich kann ihm alles erzählen und er macht immer das richtige Gesicht!

Eines kann er jedoch nicht: Mir helfen, meinen inneren Schweinehund zu besiegen: Bin ich unterwegs, ist alles gut. Davor aber: ein Grauen! Was ich brauche sind Menschen, die mich motivieren und mitreissen. Und zwar Menschen mit Hunden, denn eines ist klar. Ohne Socke läuft nichts!

Und ich hab’ sie gefunden, die Menschen: „Gassi-Fitness“ nennt sich der Kurs, den ich ich bei „fit mit Hund“ gefunden habe. Für Einsteiger: Walking mit Hund und eingeschobenen Fitness-Übungen. Erst war’s fremd, dann lustig: „Geteiltes Leid ist halben Leid“, stimmt. Aber geteiltes Glück ist auch doppelte Freud und zusammen schwitzen fällt irgendwie leichter.

Ein paar Wochen später laufen wir wieder durch den Wald. Nein, noch nicht so leichtfüßig wie ein Spatz am Vogelhaus, aber auch nicht mehr so schwerfällig wie eine Mastgans zum Weihnachtsfest. Zumindest schütteln die mir entgegenkommenden Spaziergänger nicht mehr so komisch mit dem Kopf.

Ich habe mich entwickelt - vom Stöckchen werfenden Gassi-Geher zum Sportler mit Hund. Mir gefällt’s, weil ich meine Schuhe endlich wieder zubinden kann, ohne dabei Atemnot zu bekommen. Und er mag es, weil sich sein Aktionsradius erweitert hat. Statt „einmal um Block“, suchen wir immer neue Strecken, besuchen neue Kurse und Trainer. Und auch unsere Beziehung hat sich verändert. Aus „Herr und Hund“ ist ein „Wir“ geworden und aus der Pflicht mit ihm raus zu gehen, ein lieb gewonnenes Ritual.

Im Oktober findet ein Laufsportfest für Hund und Halter statt. Es wird unsere Premiere. Socke, da bin ich mir sicher, hätte gute Chancen auf eine Platzierung. Ich nicht, aber ich weiß, dass ihn das nicht stört. Spaß werden wir trotzdem haben!