• Gemeinsamkeit leben!
    Gemeinsamkeit leben!
  • Wohldosiert und anspruchsvoll.
    Wohldosiert und anspruchsvoll.
  • Für Einsteiger und Fortgeschrittene.
    Für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Fit auch im hohen Alter

Wie ist das eigentlich, wenn man alt ist?

Wenn man plötzlich nicht mehr mitgenommen wird und niemand mehr mit einem arbeitet? „Nicht schön, auch nicht für Hunde“, sagt Susanne Lorenz und wirft einen Blick auf ihren Terrier „Lotti“: über Jahre ihr engster Jogging- und Agility-Partner, Begleiter durch dick und dünn, mittlerweile aber 14 Jahre alt. „Hören geht jetzt auch offiziell schlecht, mitunter lässt er es langsamer angehen, sonst aber ist noch immer ganz der Alte.“ Ist er das wirklich? „Im Kopf vielleicht“, sagt Tierarzt Dr. Andreas Engelke von der Tierklinik Quickborn. „Grundsätzlich aber verändert sich mit zunehmendem Alter natürlich auch der Körper von Hunden.“ Die Gelenke zeigen Verschleißerscheinungen, die Knochendichte nimmt ab, die Sinne lassen nach, die Reaktionszeiten verlangsamen sich … „Das heißt jetzt nicht, dass man mit einem älteren Hund gar nichts machen darf, aber man sollte ein wenig Rücksicht nehmen.“

Tatsächlich ist eine verantwortungsvoll betriebene sportliche Aktivitäten für Hunde-Senioren sogar gut. Denn Bewegung hält den Körper fit und beweglich. Die Muskulatur wird gestärkt, das Körpergefühl, die Balance und die Koordination bleibt erhalten. Geeignete Sportarten sind zum Beispiel „Hoopers Agility“, wobei der Hund nicht begleitet, sondern mittels Körpersprache auf Distanz durch verschiedene Hindernisse gelenkt wird. „Degility" ist ein vom Agility inspirierter Sport, bei dem es allerdings keinen Leistungsdruck gibt. Auch hier werden gemeinsam mit dem Führer Hürden überwunden, allerdings geht es um Konzentration, Balance und Bindung. Motto: In der Ruhe liegt die Kraft!

Auch „Mobility“ eignet sich hervorragend für ältere Vierbeiner. Denn dabei geht es nicht um Leistung und Tempo, sondern vor allem um Spaß. In einem Parcours, in dem sich Gerätestationen und gerätefreie Übungen abwechseln, erarbeiten die Hunde verschiedene Aufgaben. Der Reiz liegt in der Abwechslung, und kniffligen Herausforderungen für Kopf und Körper. Bevor man loslegt, aber sollte man zu einem kurzen Check beim Tierarzt. Läuft das Herz-Kreislaufsystem rund? Auch der Bewegungsapparat sollte überprüft und ein geriatrisches Blutbild gemacht werden. Ist der Hund in seinen Bewegungen unsicher, bzw. hat er an Muskelmasse verloren, können Bandagen helfen, ihn zu unterstützen. Sie stabilisieren, geben ihm Halt und vermindern das Verletzungsrisiko.

Ansonsten gilt wie für alle Sportler: Sorgfältiges Warm-Up und ausgiebiges Cool-Down, denn so wie ihr Hund im Alter länger braucht um warm zu werden, braucht er ein wenig mehr Zeit, um den Kreislauf später wieder herunterzufahren. Und ganz wichtig: Weniger ist oft mehr. Überfordern Sie alte Hunde nicht und hören Sie auf, bevor er Anzeichen von Müdigkeit oder Erschöpfung zeigt.