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  • Für Einsteiger und Fortgeschrittene.
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Zusammen auf dem Wanderweg …

»Wohin geht’s dieses Jahr in die Ferien?«, fragt Silke Fries beim Abendbrot. „Also ich hätte ja Lust aufs Meer ….“ „Nicht schon wieder“, mault Sohn Lasse und auch Vater Ben sieht nicht begeistert aus. Der Grund sitzt unterm Tisch und hofft, dass etwas vom Teller fällt: Spitz-Mischling „Josh“. Liebling der Familie und seit letztem Jahr ein Problem, wenn es ums Thema Urlaub geht.

Denn: Die Schwiegermutter will ihn nicht mehr nehmen, die besten Freunde sind selbst weg, eine Hundepension geht über die Ferien ganz schön ins Geld und mit ins Hotel darf er nicht. „Wandern soll ja sehr schön sein“, schlägt der Vater vorsichtig vor - und erntet überraschend Zustimmung. „Super Idee“, ruft Tochter Kristina begeistert aus: „Und Josh kommt mit! Ist ja wie ein langer Spaziergang!“ Stimmt, Wandern mit Hund ist wie ein langer Spaziergang. Nur besser, weil die Wege für alle neu und aufregend sind.

Und Hunde sind ideale Wander-Kameraden. Sind immer fröhlich dabei, müssen nicht angetrieben werden und machen zu jedem Gesprächsthema das passende Gesicht. Denn mit ihrem „Familien-Rudel“ unterwegs zu sein macht ihnen Spaß. Das Angebot ist übrigens riesig. Von der geführten Wandertour auf Mallorca (nicht im Sommer, da ist es zu heiß!) bis zur mehrtägigen Gruppentour durch die Wälder der mecklenburgischen Seenplatte bietet das Netz reichlich Auswahl.

Und wer dem Gruppenzwang entgehen will, organisiert halt selbst: Mittlerweile ist die Einreise mit Hund selbst nach England und Schottland möglich und Hunde auch in vielen B&Bs oder Hotels willkommen. Ein paar Tipps, auf die Sie bei der Planung achten sollten: Gute Planung: Wenn Sie mehrere Tage unterwegs sein wollen, planen Sie die Tagestouren im Vorfeld und schauen Sie bereits zu Hause, wo auf den Strecken ein Tierarzt ist. Sicher ist sicher! Einreise: Mittlerweile können Hunde in alle Länder der Europäischen Union mitgenommen werden.

Aber: nicht immer ist die Einreise unkompliziert. An der Grenze nach England beispielsweise achten die Beamten nicht nur auf das Datum der Impfung, sondern auch auf die Uhrzeit zu der die verlangte Impfung gemacht wurde. Fragen Sie Ihren Tierarzt, er kennt die jeweiligen Bestimmungen. Unterkunft: Manche Hotels und Pensionen auf dem Weg haben überhaupt kein Problem mit Hunden, andere schon. Vergessen Sie nicht, bei der Reservierung zu fragen ob Hunde erlaubt sind.

Achtung: In Spanien dürfen Hunde in der Regel weder in Gaststätten noch in Hotels mitgenommen werden. Wer mit Hund beispielsweise ein Stück des Jakobwegs laufen möchte, darf in den Herbergen duschen, grundsätzlich aber gilt „Perros no!“. Daher: wer mit Hund pilgert, braucht ein Zelt.

Wie alt muss der Hund sein?

Junge Hunde haben weiche Knochen. Erst mit 12 Monaten ist das Skelett ausgewachsen und die Knochenstruktur verhärtet sich. Faustregel: Tagestour geht schon mit 9 Monaten, längere Touren erst ab einem Jahr. Denken Sie dran: Hüftdysplasie ist eine Multifaktoren-Krankheit. Zuviel körperliche Anstrengung zu früh ist nicht gut!

Muss der Hund trainiert werden?

Regelmäßiges Training ist immer besser, aber für normalgewichtige, mittelgroße Hunde sind Strecken von 25 oder 30 Kilometer täglich kein Problem.

Kleines Achtung: Lassen Sie den Hund in den Pausen wirklich in Ruhe liegen. Sind sie nicht unterwegs, dösen Hunde täglich bis zu 19 Stunden. Nach ein paar Tagen merkt man dem Hund diesen „Schlafmangel“ an.

Ernährung: Hier heißt das Zauberwort „Futtergenügsamkeit“. Hundefutter bekommt man überall.. - aber nicht immer genau die gleiche Marke. Und denken Sie dran: bekommt Ihr Hund Durchfall, verliert er Wasser und ist sehr schnell sehr schlapp.

Braucht der Hund einen Pfotenschutz?

Generell nein! Die über den Fettpolstern der Hundepfote liegende Haut ist enorm widerstandsfähig. Wunde Pfoten kennen Tierärzte in der Regel nur von Hunden, die in Panik auf Asphalt geflüchtet sind. Ab und zu eincremen reicht vollkommen. Ausnahme: Bei Wanderungen im Schnee (Eiskristalle) und auf spitzen und scharfem Felsgestein ist ein Pfotenschutz wichtig.

Wichtig: Üben Sie das Laufen mit Schutz vorher. Wenn Sie Ihrem Hund die Schuhe das erste Mal anziehen, stakst er herum wie ein Storch…

Wie gut muss mein Hund hören?

Sehr gut! Auf den meisten längeren Wanderungen trifft man irgendwann auf Schafherden, kommt an Kuhweiden vorbei oder begegnet anderen Hunden. Es ist wichtig, dass Ihr Hund sich dann anständig benimmt. Zum einen, weil auch Schäfer unangenehm werden können, vor allem aber zu seiner eigenen Sicherheit. Worst-Case-Szenario: Ihr Hund jagt in einer abgelegeneren Gegend übermütig in eine Schafherde und kommt dem Herdenschutzhund in die Quere. Das kann glimpflich verlaufen, der Hund kann aber auch verletzt werden. Und wer trägt ihn dann, zusätzlich zum Rucksack? Sie!